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Spielmannszug |
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Ausflüge, Wanderungen und besondere Aktionen
Die Kameradschaft innerhalb des Spielmannszuges wird groß geschrieben, was immer wieder unter Beweis gestellt wird durch zahlreiche Aktivitäten, von denen nachfolgend einige Beispiele angeführt werden sollen.
In der freien Zeit zwischen den musikalischen Verpflichtungen unternimmt der Spielmannszug so einiges ...
Ein Wochenende ist Hiddessen
So mancher Wochenendausflug vom Spielmannszug führte nach Hiddeessen. So auch zum Beispiel der im Oktober 1982. Erwähnenswert war die Nachtwanderung, die uns allen noch lange im Gedächtnis blieb. Bei der Wanderung im Wald verlief sich unser Scout Werner Palsmeier, der sonst immer weiß, wo es lang geht.
Daß wir dann schließlich noch das Freizeitheim erreichten, verdanken wir der Aufmerksamkeit unserer jungen Kameraden. Auch wenn der Sonntagmorgen für manchen Älteren aus unseren Reihen mühsam und sehr anstrengend war, zumal Werner mit uns zum Hermannsdenkmal wanderte, wird dieses Wochenende noch lange in Erinnerung bleiben.
Wenn der Spielmannszug Gäste aus Neuendettelsau hat ...
Im April 1989 waren die Musiker des Musikzuges Neuendettelsau zu Gast beim Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Paderborn. Als Gastgeschenk hatte man sich etwas ganz besonderes ausgedacht... Da die Franken ihr Bier in Maßkrügen zu sich nehmen, wollten wir ihnen ein besonderes Geschenk machen und überreichten dem Leiter des Musikzuges einen 3l-Maßkrug (... na dann Prost!).
Die Fahrten nach Österreich
Angeführt werden muß, daß die Freundinnen, Ehefrauen bzw. Eltern der Kameraden ebenfalls eingeladen waren, an der Fahrt teilzunehmen. Das Angebot wurde von vielen genutzt.
Neben den musikalischen Höhepunkten der beiden Reisen nach Österreich, die Teilnahme an dem Internationalen Musikfestival in Krumpendorf gab es auch hier zahlreiche Aktionen, die den Kameraden noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Ein Erlebnis besonderer Art war für alle der Wörthersee, an dem der Ort Krumpendorf gelegen ist.
Stellvertretend seien hier einige Freizeitaktivitäten der Österreichfahrt 1990 aufgeführt:
Auf der Hinfahrt machten wir unter anderem Halt in Berchtesgarden. Der Besuch des dortigen Salzkammergutes wurde zu einem einmaligen Erlebnis, weil das Salzkammergut zu einem großen Teil in ein Museum umfunktioniert wurde, wo wir live miterleben durften, wie das Salz gewonnen wurde von früheren Zeiten bis hinein in die Gegenwart.
Von Krumpendorf aus machten wir einen Abstecher zur Burg Hochosterwitz, wo wir Rüstungen und Kriegsgerät aus der guten alten Ritterzeit bestaunen konnten.
Für großes Aufsehen sorgte der Spielmannszug durch Wolfgang Puls, der es sich nicht nehmen ließ, trotz seines Gipsbeins am Festzug durch Krumpendorf teilzunehmen. Er wurde vom Busfahrer in einer Rikscha gefahren. Für diese Sonderformation gab es von den Zuschauern am Straßenrand viel Beifall.
Der Europatag 1992
Für den "Auftritt" des Spielmannszuges anläßlich des Europatages 1992 wurden besondere Vorbereitungen getroffen. Anlaß war die Ausschreibung des Festkomitees "Europatag", bei der sich Vereine am Umzug durch die Paderborner Innenstadt beteiligen konnten.
Wir haben diese Ausschreibung auch wahrgenommen und einen Festwagen für den Europatag hergerichtet. Für die Planung und die Konstruktion der Aufbauten hatten die Kameraden Peter Osterholz, Dietmar Rogner, Wolgang Puls und Wolfgang Göttker schnell Ideen gefunden, und so ging es dann los. Das Resultat konnte sich mit jedem Festwagen des Europazuges messen. Auf einem Baggertransport-Anhänger, der vom RW-1 des Löschzuges Schloß Neuhaus gezogen wurde, war eine voll funktionsfähige Feuerspritze von 1898 installiert worden. Zu dieser Ausrüstung gehörte das alte Signalhorn und eine handbetriebene Feuersirene. Zur Kleiderordnung am Europatag muß noch gesagt werden, daß die Kameraden an diesem Tage mit blauer Schirmmütze, T-Shirt vom Spielmannszug, den neuen Feuerwehr-Hosenträgern und Jeans antraten. Damit für die Feuerlöschpumpe unterwegs Wasser nachgetankt werden konnte, wurden Standrohr und Schläuche auf den Hänger geladen. Insgesamt fünfmal mußte der 500l-Tank der Feuerspritze nachgefüllt werden.
Für die vielen tausend Zuschauer am Rande der Straße bot sich ein buntes Bild, als der Spielmannszug so ausgerüstet am Europazug teilnahm. Für die kleinen Zuschauer wurden Bonbons verteilt. Für alle wurde an diesem heißen Tag aus der Feuerspritze klares, kaltes Löschwasser verteilt. Selbst die Zuschauer auf der Ehrentribüne wurden nicht verschont und die Zuschauer auf den Balkonen waren erstaunt, daß die alte Pumpe ihr Wasser mühelos bis ins dritte Obergeschoß spritzte. Der gelungene Europazug wurde anschließend auf der Wache Mitte mit Grillwürstchen und dem kühlen Gerstengetränk gefeiert.
Wanderungen zu Beginn des Jahres
Im Frühjahr 1993 und 1994 führten wir eine Wanderung durch. Zu Beginn fuhren wir mit dem Zug von Paderborn bis nach Altenbeken.
1993 führte der Weg von Altenbeken aus über die Höhen des Eggegebirges durch verschneite Wälder bei sternklarer Nacht nach Neuenbeken. In Neuenbeken saßen wir im Gasthaus bei Speis und Trank noch lange Stunden zusammen.
1994 führte der Weg wieder zunächst über die Schienen von Paderborn nach Altenbeken. Den Widrigkeiten von Schnee, Eis und Regen zum Trotz wanderten wir durch das Eggegebirge bis zum Herbramer Wald. Beim anschließenden Essen und Trinken war dann allen schnell wieder warm.
Zeltlager 1994
Eigentlich schon im Spätsommer war der diesjährige Wochenendausflug des Spielmannszuges festgesetzt. Vom 3. bis zum 5. September ging es auf ein idyllisch gelegenes Feld im Diemeltal in der Nähe der Talsperre. Die Kameraden erlebten hier ein Wochenende, an das sich jeder wohl noch lange erinnern wird. Trotz ein wenig Regen wurden am Freitagabend zwei große Zelte aufgebaut. In einem Zelt (Leihgabe vom THW) wurde zusammen übernachtet und in dem zweiten Zelt (Leihgabe von der Jugendfeuerwehr) wurden die Mahlzeiten gereicht. Die Stimmung war riesig. Ein Lagerfeuer wurde entzündet. Rings um das Feuer wurden Bänke gestellt. Bei wärmendem Feuer und kühlem Nass wurden an diesem Abend Fahrtenlieder und alte Volksweisen mit instrumentaler Begleitung von Andreas Kotzur am Schifferklavier gesungen. Aus diesem Anlaß wurden die neuen Liederbücher des Spielmannszuges offiziell eingeführt. Die jungen Kameraden hielten im Wechsel zusammen mit den älteren Kameraden die Nachtwache am Lagerfeuer, so daß sich letztendlich der Abend am Lagerfeuer bis in die frühen Stunden am Samstagmorgen erstreckte.
![[Zeltlager]](images/zelten.jpg)
Nach einem kräftigen Frühstück stand eine Wanderung durch die Höhen und Tiefen des Diemeltals auf dem Programm, die inklusive Mittagessen bis in den Nachmittag hinein dauerte. Bei Grillwürstchen und Steaks ging es dann auf den Samstagabend zu, an dem sich, wie auch am Vorabend alle Kameraden um das große Lagerfeuer versammelten und bei Gitarre (Werner Palsmeier) und Schifferklavier (Andreas Kotzur) bis tief in die Nacht gesungen wurde.
Die Familienausflüge des Spielmannszuges
Der schon zur Tradition gewordene Familienausflug erfreut sich in jedem Jahr großer Beliebtheit bei den Kameraden ebenso wie bei deren Angehörigen. Die Wanderung mit den manchmal abenteuerlichen Reisen in die Wälder der Heimat gehören ebenso dazu wie der anschließende bunte Nachmittag. Das Königschießen des Spielmannszuges bildet den Höhepunkt des Nachmittags, bei dem es giltm wie beim richtigen Königschießen, den Vogel von der Stange zu holen. Es gibt die Prinzenwürde (Apfel-, Zepter- und Kronprinz) und die Königswürde (...der Rest des Vogels fällt von der Stange). Dem König wird zum äußeren Zeichen seiner Würde die Königskette verliehen, die von Werner Palsmeier erstellt wurde. An der Kette hängen Plaketten, auf denen die Namen der Könige eingraviert werden. Ferner wird dem König als bester Schütze ein Wanderpokal überreicht, der von unserem Kameraden Peter Rogner gestiftet wurde. Den Prinzen wird ein Orden verliehen.
Es wurde schon so mancher zünftiger Königsabend in den Reihen des Spielmannszuges gefeiert.
Wenn sich dann der Tag dem Abend nähert, wird ein großes Lagerfeuer entzündet. Alle nehmen um das Lagerfeuer herum Platz. Fahrtenlieder werden angestimmt. Nach Bratwürstchen und Steaks vom Grill wird dann die Heimreise angetreten.
Verbundenheit mit den Kämperschützen
Auf eine über Jahre währende Freundschaft mit den Kämperschützen
kann der Spielmannszug zurückblicken. Zum Ausdruck gebracht wurde diese Verbundenheit
seitens der Kämperschützen auf vielfältige Weise. So wurde HBM Werner Palsmeier zum
Ehrenunteroffizier der Kämperkompanie ernannt und erhielt den großen Verdienstorden der
Kämperkompanie. Für 15-jährige aktive Teilnahme am Schützenfest wurden bereits 12
Kameraden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet: Werner Palsmeier, Willi Steffens,
Heinz Steffens, Wolfram Bertling, Manfred Jürgens, Heinz Linnemann, Andreas Filmar, Fritz
Krause, Ulrich Plöger.
© 1999 Christian Seitz